http://www.watchgroup-salzburg.at/2017/09/12/positiv-beispiel-hofer/

Als Watchgroup gegen sexistische Werbung freuen wir uns über das zweite Positiv-Beispiel in so kurzer Zeit. Diesmal von Seiten der ÖH Salzburg, der österreichischen HochschülerInnenschaft, die eine Kooperation ablehnte – aufgrund einer sexistischen Veranstaltungsbeschreibung.

Konkret ging es dabei um eine After-Party zum Rupertikirtag in einem bekannten Salzburger Club. Der Einladungstext enthielt eine recht eindeutige Beschreibung zum Ausschnitt und Länge der Dirndl sowie Lederhosn, deren Inhalt nicht mehr trocken bleiben würde. Daraufhin wird diese Anfrage mit deutlichem Hinweis auf den sexistischen Einladungstext zurückgewiesen und der E-Mail-Verlauf an uns weitergeleitet.
Die kritische Beschreibung in der Facebook-Veranstaltung wurde mittlerweile als „zensiert“ markiert, was nicht unbedingt auf Einsicht der Verantwortlichen deutet, aber doch ein Fortschritt ist.

Weshalb auch solche textlichen Beschreibungen ohne bildliche Darstellung als sexistisch bewertet werden, kann hier nachgelesen werden.
Wir freuen uns jedenfalls über so viel Sensibilität und Aufmerksamkeit beim Thema sexistische Werbung!

Hier die Antwort im Original:

Lieber xxx,

Vielen Dank für deine Email, gleich vorab kann ich dir dezidiert sagen, dass die ÖH Salzburg auf keinem Ihrer Kanäle Werbung für dein Event machen wird, warum dies so ist möchte ich dir aber noch kurz erklären:
Wir als ÖH Salzburg verstehen uns als Interessensvertretung der Studierenden an der Universität Salzburg. Unsere Aufgabe als Studierendenvertreter sieht auch vor dass wir als Kulturreferat das Leben neben dem Studium für alle Studierenden etwas interessanter gestalten.
Dazu gehören schon auch mal Partys oder Feste die wir in regelmäßigen Abständen veranstalten, wie zum Beispiel die ÖH Welcomepartys zum Beginn jedes Semesters.
Wir unterstützen auch gerne die Initiativen von und für Studierenden die etwas Farbe in das Salzburger Nachtleben bringen.
Der reißerische Eventtext den du uns übermittelt hast steht jedoch in einem krassern Gegensatz zu der Arbeit die die ÖH Salzburg weder gutheißt, noch in irgendeiner Form unterstützt.
Im Text ist von kurzen Dirndln und großen Ausschnitten die Rede. Eine derartige Objektifizierung der weiblichen Geschlechtsmerkmale widerspricht neben den geltenden Standpunkten der ÖH Salzburg und mMn. einem guten Stil.
Eine Diskriminierung, Sexualisierung und damit die Reduktion von Frauen auf ihr Äußeres in derartiger Form wird von der ÖH Salzburg, sowie auch von mir persönlich, nicht gutiert und aufs Strengste verurteilt.
Mir ist sehr klar dass du als Veranstalter versuchst so viele Menschen wie möglich auf dein Event aufmerksam zu machen. Ich habe als Veranstalter schon oft in deiner Haut gesteckt, jedoch nicht mit einer so klar ordinären Message wie der deinen.
Im Namen der ÖH Salzburg,
xxx